31. Jänner 2004:

Pünktlich um 5 Uhr morgens sind wir abgeholt worden, wie vereinbart. Es war noch stock dunkel und wir haben wirklich ein Boot für uns allein bekommen. Wir sind bei Sonnenaufgang am Mekong gefahren, ganz allein. Der Mekong war tief schwarz und der Himmel wurde heller – in allen Orange- und Rottönen bis die Sonne endlich aufging – ein riesiger, roter Ball – wunderschön. In der Morgensonne haben wir auch das geschäftige Treiben beim ersten Markt hautnah miterlebt – dem Cai Rang Floating market. Wir hatten ja so ein kleines Boot, das wir mitten drunter waren. Alle möglichen Dinge sind angeboten worden. Was verkauft wird, wird auf einer großen Stange aufgehängt, die mitten am Boot steht, sodass man schon von Weitem sehen kann, wer was verkauft. Echt interessant. Da wir die einzigen Touristen waren, haben uns sehr viele zugewinkt, oder sie wollten uns die Hand geben. Total nett – und vor allem – so wie wir es von Vietnam kennen – sehr, sehr freundlich, ohne irgend welche Absichten dahinter! Danach sind wir noch zu einem anderen Markt, dem Phung Dien, der war noch faszinierender. Vor allem spielt sich echt alles am Fluss ab. Für uns echt ganz was Besonderes. Wir sind dann flussabwärts in kleinen Seitenarmen vom Mekong, entlang an Stelzhäusern, schwimmenden Geschäften und leider sehr viel Müll! Mit unserem kleinen Boot sind wir die kleinen Dämme gut hindurch gekommen. Am Flussufer ist sehr viel Schlamm – viele Kinder und Erwachsene sind mit Taschen voller Schrimps herumgelaufen. Die kann man hier einfach mit der Hand einsammeln, wahrscheinlich gibt es die hier wie Sand am Meer. Sonst könnten nicht so viele Leute so viele Tierchen einsammeln. Die Flussufer sind mit den „mokey bridges“ verbunden. Ein einfacher Baumstamm mit einem schmalen Stamm als Halterung, sonst nichts. Eine kleine Fruit-farm haben wir noch besucht, die aber nicht sehenswert war und dann sind wir nach beinahe 8 Stunden Flussfahrt wieder zurück ins Hotel. Ein faszinierender Tag. Am Abend haben wir noch sehr gut gegessen in einem ganz netten, französischen Restaurant, wo der Kellner auch brav geübt hatte, damit er "Schlick" gut sagen konnte. Mit "good bye schlizz" sind wir dann freundlich ferabschiedet worden. Morgen früh fahren wir ja schon nach Saigon zurück. Übermorgen fliegen wir. Dass wir bald nach Hause müssen bemerken wir bereits an unserer Stimmung. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell!



nächste Seite

© Christian Osterrieder
Webmaster: www.utilo.net