11. Jänner 2004:

Geschlafen haben – wir bereits gestern vermutet, kaum. Um 4.30 Uhr begann eine Aerobic Stunde im Fitnesscenter nebenan – natürlich mit lautstarker Musik. Aber am lustigsten war das Zählen auf vietnamesisch. Nach einer halben Stunde war dann wieder alles vorbei und wir sind aufgestanden und dann gleich in Richtung Lake Lak aufgebrochen. Die Fahrt war wunderschön. Bewaldetes Gebirge und unzählige Reisfelder in allen Grüntönen. Wir waren dann schon um 9.30 Uhr beim See und haben uns gleich in ein altes, kommunistisches „Heim“ eingemietet. Rund um den See sind Reisfelder und man kann den ganzen Tag die Bauern bei ihrer mühsamen Arbeit beobachten. Vor allem aber ist es total ruhig. Wir hören nichts und das ist beinahe gewöhnungsbedürftig. Aber wunderbar! Am Nachmittag sind wir dann auf Ben, dem 35jährigen, einzigen Elefanten im Dorf, quer durch den See und das Dorf geritten. Nicht sehr komfortabel, aber faszinierend. Vor allem hatte der liebe gute alte Ben wahnsinnige Angst von Kühen. Hier im Dorf leben Minderheiten in Langhäusern zusammen. Beim Reiten haben wir alles aus nächster Näher beobachten können. Sehr faszinierend. Wir genießen es einfach durch die Gegend zu reiten und zu schauen und vor allem, die Ruhe, und Langsamkeit, die hier herrscht. 1,5 Stunden dauert dieser Spaß und mit 30 USD ist das das teuerste, was wir in Vietnam je zahlen mussten. Aber es hat sich gelohnt. Am Abend haben wir noch die einzigen Touris, die es auch hier her verschlagen hat, im einzigen Resti kennen gelernt. Eine Amerikanerin, einen Australier und eine Niederländerin. War ein sehr gelungener Abend.

Reisbauern beim Reispflanzen.

Christian, ich und Ben.


Sonnenuntergang über dem See.

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© Christian Osterrieder
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