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10. Jänner 2004: Wir haben unsere Tramper Rucksäcke im Hotel lassen können und haben nur unsere kleinen Rucksäcke mit dem nötigsten mitgenommen. Wird schon reichen. Dann sind wir zu Lue und sind gleich mit unseren entzückenden Helmen, die wir von ihm bekommen haben losgestartet. Kaum waren wir aus der Stadt draußen, hat es zu regnen begonnen. Wir sind 4 Stunden durch den strömenden Regen über unzählige Pässe gefahren. Wir haben nicht aufgegeben, obwohl wir schon fast am Ende waren. Wir wollten einfach nicht umkehren, und wir haben es dann auch geschafft, nach Buon ma Thuot zu fahren. Das Wetter hat sich beruhigt, und wir sind in einer richtigen kommunistischen Stadt gelandet! Die Provinz selbst heißt Dac Lac – eine der umkämpftesten Regionen im Vietnamkrieg. Das merkte man auch – zuerst fuhren wir entlang der Wälder und plötzlich ist überhaupt nichts mehr gewachsen – nur braunes Gras! Die Amerikaner haben diese Gegend mit „Agent orange“ so verseucht, dass jetzt noch nichts wächst. Unvorstellbar, vor allem wenn man an die Doppelmoral der Amerikaner denkt! In dieser Gegend leben noch einige Minderheiten, die auch sehr scheu und uns gegenüber eher nicht sehr wohl gesinnt waren – ist auch verständlich. Die Hochebene hier in den Bergen ist wunderschön, leider waren wir so durchnässt und unterkühlt und überanstrengt von der Wahnsinnsfahrt, dass wir die Hochebene kaum genießen konnten. Pfeffer-, Kaffee-, Teeplantagen und Reisfelder – wunderschön! Die Hotel- und Essenssuche hat sich aufgrund der Sprachbarrieren noch äußerst kompliziert gestaltet, aber wir haben´s geschafft.
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| © Christian Osterrieder | |