05. Jänner 2004:

Heute haben wir etwas besser geschlafen, obwohl wir noch immer sehr müde sind. Die Zeitumstellung macht uns noch etwas zu schaffen. Nach einem gute Frühstück mit vietnamesischen Kaffee und Dragon-fruits sind wir den Strand entlang in den Ort „Mui Ne“ gegangen. Wir haben wieder die Fischer beobachtet, wie sie gerade mühevoll ein riesiges Netz aus dem Wasser gezogen haben. Die Ausbeute war aber nicht sehr groß. Die Fischer scheint es gar nicht zu stören. Wir haben höflich gefragt, ob wir zuschauen dürfen und sie haben nur freundlich genickt. Da am Strand der Müll und der Gestank immer größer wird, merken wir, dass wir bald den Ort erreichen werden. Die Leute hier sind sehr arm. Sie hausen in einfachen Strohhütten die aussehen, als würden sie jeden Moment zusammenbrechen. Es ist sehr spannend, weil wir irgendwie mitten darunter sind und die Leute hautnah beobachten können wie sie fischen, Boote reparieren, Schrimps trocknen. Die Leute begrüßen uns freundlich, die Kinder laufen uns nach und wollen nur unsere Haut berühren und aus?? Wir sind beide noch immer total überrascht, dass uns niemand was verkaufen will, oder betteln will oder uns sonst irgend wie über´s Ohr hauen will! Wir genießen die Leute hier. In einer netten Einheimischen Bar trinken wir irgend etwas, das wir nicht kennen – eigentlich haben wir ja Kaffe bestellt, aber es hat uns niemand verstanden – eine weiße dicke süße Flüssigkeit ist im Glas und darüber, glaub ich, Kaffee. Schmeckt vorzüglich! Zurück wollten wir nicht mehr zu fuß gehen, da es doch sehr weit war und wir haben uns von zwei Mopedfahrern zurück bringen lassen. Das funktioniert super. Am Abend haben wir noch vorzüglich geschmaust und den Sonnenuntergang genossen. Morgen werden wir auf eigene Faust die Gegend erkunden und ein Moped ausborgen.


Fischer bei Sonnenaufgang.

Shrimps werden zum Trocknen ausgelegt.

Überall im Dorf wird Fisch für Fischsauce getrocknet.

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© Christian Osterrieder
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