06. September 1999:

Um 6 Uhr morgens geht´s los – wir fahren nach Arusha. Arusha ist die Tourismus Hauptstadt von Tansania und liegt am Fuße des Mount Meru. Dort gibt es mehr als 100 Safarianbieter. Wichtig ist es, sich gut zu informieren, welches Büro gutes Safaris anbietet. Die billigen sind meist schlecht. Es gibt eine „Black List“ in den Tourismus Büros. Diese Unternehmen sollte man meiden. Wir haben uns natürlich informiert, doch - wir haben – wie sollte es anders sein – Probleme mit unserem Safarianbieter. Er möchte plötzlich viel mehr Geld für die drei Tage. Wir diskutieren und streiten beinahe – aber es zahlt sich aus, wir bekommen das Gesamtpaket um den vereinbarten Preis.
Doch bekommen wir bereits bei der Zahlung Probleme. Das Safaribüro akzeptiert keine Kreditkarten – Geld gibt es aber nur in der Hauptstadt!! Wir haben Gott sein Dank amerikanische Dollar mit, müssen aber um ganze 40$ mehr zahlen, ansonsten nimmt uns der Typ nicht mit. Nach langem Hin und Her – und mehrmals nicht funktionierenden Versuch Geld von der Bank zu holen oder zu wechseln, stimmen wir zu! Mit uns, fahren 3 Engländerinnen, die noch mehr gezahlt haben als wir – das beruhigt uns etwas!
Wir fahren in Richtung Ngorongoro Krater. Er ist 60x20 km groß und nicht mit Wasser gefüllt. Im Mittelpunkt des Hochlands gelegen ist der fast 600m tiefe Krater Heimat einer großartigen Tierwelt. Die Big Five wie Löwe, Nashorn, Elefant, Büffel und Leopard sind hier zu sehen.
Die Schwierigkeiten bei der Buchung und der Aufpreis zahlen sich aus. Wir sehen Zebras, Gazellen, Flamingos, Pelikane, Hyänen, Elefanten, Gnuherden, Warzenschweine……. Es ist unbeschreiblich. Wie ein gigantischer Zoo – nur, dass die Tiere wildlebend sind und nicht eingesperrt. Wir fahren mit dem Jeep im Schritt-Tempo entlang der Schotterwege. Unser Guide bleibt immer wieder stehen, wenn er etwas sieht. Die Tiere sind nur einige Meter von uns entfernt, und wir können sie in Ruhe beobachten. Es ist so unglaublich, dass wir keine Worte finden, die unseren Eindruck beschreiben können.
Am Abend schlagen wir die Zelte am Kraterrand, in etwa 23oom Höhe auf. Der Koch kocht uns am offenen Feuerplatz noch ein gutes, einfaches Essen, und wir gehen ins Zelt. Der Himmel ist völlig klar und voller hell blitzender Sterne. Ein Guide hält mit seinem Gewehr Nachtwache, damit uns keine Löwen fressen. Es ist furchtbar kalt – wir hören unendlich viele Tierstimmen. Es ist furchtbar aufregend! Wir freuen uns auf morgen.


Der Highway zur Serengeti.


Blick in den Ngorongoro Krater.


Flamingos am See in der Mitte des Ngorongoro Kraters.

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© Christian Osterrieder
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