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Dienstag 18.2.1997:
Heute
genießen wir einfach nur den Tag. Ein bißchen schwimmen, ein
bißchen lesen - und natürlich essen. Das "Restaurant"
ist super. Christian bestellt sich chicken. Wir können nur beobachten
wir der Sohn des Hauses mit einem Messer aus der Küche kommt. Dann
plötzlich, das friedvolle Gegacker der Hennen, die überall herumlaufen
wird plötzlich gestört durch ein panisches Gegacker - und dann
Stille. Danach beruhigt sich wieder alles wie vorher, friedvolles Gegacker
von Hühnern. Es dauert nur ein paar Minuten, der Sohn des Hauses
betritt wieder das Restaurant - in seiner Hand eine tote Henne! Er verschwindet
in der Küche. Christian und ich schauen uns an und sind vorerst sprachlos.
Dann müssen wir irgendwie lachen. Wir merken, daß wir den Bezug
zum Natürlichen total verloren haben. Eigentlich war es ein glückliches
Chicken, das dann eine Stunde später auf Christians Teller serviert
wurde - ein Freilandhuhn, das nur ein paar Minuten leiden mußte!
Ich kann trotzdem nichts davon essen. Christian meint nur, er habe sicherlich
noch nie so ein frisches Hühnchen gegessen.
Eigentlich wäre es noch
schön länger hier zu bleiben, aber die Zeit drängt. Wir
wollen ja noch in den Norden - zu den Orang Utans - morgen werden wir
aufbrechen, schade!


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