Freitag 14.2.1997:

Wir steigen einen Fußpfad mitten durch den Dschungel hinauf zu einem kleinen Wasserfall. Besonders im oberen Bereeich ist alles so zugewachsen, daß wir uns nicht mehr sicher sind, ob wir uns noch auf dem Wanderweg befinden. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machen uns etwas zu schaffen. Wir sind völlig durchnäßt, wie wenn wir gerade aus der Dusche rauskommen würden.

Nach ca. 2 Studen sind wir am Ziel. Es ist ein kleiner, aber feiner Wasserfall. Das kühle Wasser ist erfrischend. Wir rasten uns aus, genießen die Ruhe und lauschen dem Rauschen des Wassers und der Urwaldgeräusche. Nach einiger Zeit steigen wir wieder hinab ins Dorf. Heute Nachmittag wollen wir noch nach Bukittinggi zurück - unser nächstes Ziel ist der Toba See im Norden.

Die Rückfahrt nach Bukittinggi ist nicht so furchtbar wir die Hinfahrt. Aber neben mir sitzt eine Mutter, die frisch und fröhlich ihre beiden Kinder laust! Ich gehe auf Sicherheitsabstand. Christian und ich kratzen uns nur mehr, ich habe das Gefühl, daß ich ebenfalls Läuse bekommen hab. Ein Einheimischer beruhigt uns und sagt, daß die Indonesischen Kopfläuse nur das dichte Haar der Indonesier mögen - Gott sei Dank!

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© Christian Osterrieder
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