27. Juli 2001:

Pünktlich um 8 geht es los. Wir werden abgeholt und werden zu einer Gruppe von stinkreichen anderen Touris gebracht. Es ist echt nett, wie uns die Leute beobachten. Wir in einfacher Tramperkleidung mit unseren Tramperrucksäcken – wie haben halt nicht so ins Bild gepasst – ist für uns aber echt lustig! Dann haben sich aber unsere Wege getrennt – die Reichen sind dann zur Turtle Island gefahren und wir weiter zum Fluß. Die erste Station ist eine gigantische Höhle, die Gomantaong Caves. In dieser Höhle gibt es Vogelnester, die von Arbeitern mit Strickleitern und Stäben zu einer gewissen Zeit heruntergeholt werden. Es ist extrem hoch und gefährlich zu klettern. Es gibt weiße und schwarze Nester, die vor allem in China sehr teuer verkauft werden. Es werden Suppen daraus zubereitet. Ewige und Jugend und Schönheit ist einem sicher beim Verzehr einer solchen Suppe. Naja, die Chinesen glauben´s auf jeden Fall.
In der Höhle selbst ist es grauslig und faszinierend zugleich. Es ist teilweise so ekelhaft, dass ich wieder umdrehen und zurückgehen möchte – aber ich tu´s natürlich nicht. Überall an der Wand sieht man riesige Flächen mit golden schimmernden Wanzen. Am Boden der gigantischen Höhle sind riesige, weiche Hügel – alles Vogelscheiße! Man sieht kaum etwas, ist total vorsichtig wo man hingreift und hinsteigt, denn es könnte ja eine Wanze oder Scheiße sein und hört ständig unheimliche Tiergeräusche! Aufregend. Unser Herz pocht auf jeden Fall ein bisschen schneller.
Wir sind dann am Nachmittag in unserer Super Lodge am Kinabatangan River angelangt. Der höhere Preis hat sich echt ausgezahlt. Wir haben einen wunderbaren Bungalow und können beim wunderbaren Buffet so viel speisen wie wir wollen. Wir fahren auch noch ein Stück mit dem Boot und sehen wirklich gleich zu Anfang ein giftige, grüne Schlange. Einfach faszinierend.

 

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© Christian Osterrieder
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