25. Juli 2001:

Heute wollen wir zum Langanan Wasserfall und zu Fledermaushölen. Heute ist es sehr angenehm, wir sind ganz allein, wir und die Blutegel! Diese grausligen Viecher saugen die ganze Zeit und man muß echt vorsichtig sein – denen ist das Autan auch wurscht und auch die Trekkinghose – sie beißen sich durch die Hose durch. Aber nach einiger Zeit können wir mit dem Getier schon ganz gut umgehen. Es dauert nicht lange und wir erreichen schon den ersten Wasserfall – den Kipungit Wasserfall. Ist ganz nett. Wir gehen weiter und erreichen nach ca. ½ Stunde die Gua Kalawar, eine kleine Felsenhöhle, die von Fledermäusen bewohnt ist. Riesige Fledermausschwärme schwirren umher – wir trauen uns nur ein bisschen in die Höhle – man hört das Flattern der Flügel.
Wir gehen dann weiter und müssen ca. 1,5 Stunden nur mehr steil bergauf. Nachdem wir gesundheitlich nicht wirklich fit sind, verlassen uns beinahe unsere Körperkräfte. Aber dann erreichen wir die Langanan Wasserfälle. Wunderschöne Wasserfälle, die sich terassenförmig über mehrere hundert Meter erstrecken. Einfach wunderschön. Wir freuen uns auf eine Pause, doch ist es hier durch die in die Tiefe stürzenden Wassermassen so kalt, dass wir gleich aufbrechen und entlang des Wasserfalls wieder ins Tal absteigen. Es ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Die Wassermassen stürzen teilweise 100m in die Tiefe, und diese Unmengen von Wasser werden in wunderschönen Becken aufgefangen. Der Abstieg ist angenehmer, wir haben einen anderen Pfad gefunden. Im Tal wieder angelangt gibt es eine ausgiebige Dusche, ein vorzügliches Essen und als krönenden Abschluß wieder ein entspannendes heißes Bad. Am Abend genießen wir noch einmal die wunderschöne Aussicht, denn morgen geht´s weiter nach Sandakan.

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© Christian Osterrieder
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