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10. August 2001: Heute wollten wir um 8.30 Uhr frühstücken, doch als wir in
den Speisesaal gehen, merken wir, dass niemand da ist. Die ganze Anlage
ist wie ausgestorben. Wir haben überall geklopft, doch niemand meldet
sich – außer ein Franzosenpärchen. Der Mann ist gerade
aus der Küche gekommen – er hat alle Läden und Kästen
durchwühlt und für seine Freundin gerade Frühstück
zubereitet. Wir überlegen nicht lange, unterhalten uns mit den beiden
und beginnen unser Frühstück selbst zu machen. Es ist ein lustiges
Frühstück. Vor allem erzählen uns die beiden, dass sie
bereits seit 3 Tagen hier sind, und es immer so ist. Es ist keiner da,
es gibt nichts zu essen. Alle Angebote können nicht in Anspruch genommen
werden, da zu wenig Guides da sind und man allein am See nichts machen
darf usw. usw. Während wir gemütlich beim Frühstück
sitzen und uns über das Service nur mehr wundern, fährt ein
älterer Mann mit dem Boot weg – er hat sich an uns vorbeigeschlichen,
und auf unsere Rufe hört er nicht. Nun sind wir ganz allein. Sehr
nett! Doch nach ca. einer halben Stunde kommt der Mann mit dem Personal
auf die Insel zurück. Alles wird dann furchtbar kompliziert. Sie
wollen nicht verstehen, dass wir schon abreisen, wollen uns kein Boot
organisieren. Erst als der Franzose nur mehr schimpft und sich nur mehr
beschwert, dass er so etwas noch nie erlebt hat, bekommen wir, was wir
wollen. Obwohl, ich glaube nicht, dass sie ihn verstanden haben, aber
egal.
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| © Christian Osterrieder | |