10. August 2001:

Heute wollten wir um 8.30 Uhr frühstücken, doch als wir in den Speisesaal gehen, merken wir, dass niemand da ist. Die ganze Anlage ist wie ausgestorben. Wir haben überall geklopft, doch niemand meldet sich – außer ein Franzosenpärchen. Der Mann ist gerade aus der Küche gekommen – er hat alle Läden und Kästen durchwühlt und für seine Freundin gerade Frühstück zubereitet. Wir überlegen nicht lange, unterhalten uns mit den beiden und beginnen unser Frühstück selbst zu machen. Es ist ein lustiges Frühstück. Vor allem erzählen uns die beiden, dass sie bereits seit 3 Tagen hier sind, und es immer so ist. Es ist keiner da, es gibt nichts zu essen. Alle Angebote können nicht in Anspruch genommen werden, da zu wenig Guides da sind und man allein am See nichts machen darf usw. usw. Während wir gemütlich beim Frühstück sitzen und uns über das Service nur mehr wundern, fährt ein älterer Mann mit dem Boot weg – er hat sich an uns vorbeigeschlichen, und auf unsere Rufe hört er nicht. Nun sind wir ganz allein. Sehr nett! Doch nach ca. einer halben Stunde kommt der Mann mit dem Personal auf die Insel zurück. Alles wird dann furchtbar kompliziert. Sie wollen nicht verstehen, dass wir schon abreisen, wollen uns kein Boot organisieren. Erst als der Franzose nur mehr schimpft und sich nur mehr beschwert, dass er so etwas noch nie erlebt hat, bekommen wir, was wir wollen. Obwohl, ich glaube nicht, dass sie ihn verstanden haben, aber egal.
Am Festland angekommen sind wir dann noch zum Staudamm gefahren. Ist sehr schön, aber nichts Besonderes. Nachdem das Boot zum Wasserfall wieder so teuer gewesen wäre sind wir dann wieder zurück nach Kuala Berang und weiter nach Sekayu. Wir sind dann den Fluß entlang spaziert, durch schönen Regenwald. Überall bildet der Fluß Becken wo man schwimmen kann. Wir sind ziemlich weit hinauf und haben dann auch ein wunderschönes Becken nur für uns beide gefunden. Die Becken sind so tief, dass man den Grund nicht sieht – alles ist sehr dunkel. Etwas unheimlich, denn man weiß nicht, welche Ungeheuer im Wasser sind. Wir sind noch längere Zeit am Fluß geblieben, bis es zu regnen begonnen hat und sind dann weiter nach Kota Baruh. Vorbei an abgeholzten Dschungelgebieten, Riesenplantagen und Reisfeldern. Wir haben zwischendurch unsere Früchte genossen und sind dann um ca. 5 Uhr angekommen.

 

nächste Seite

© Christian Osterrieder
Webmaster: www.utilo.net