24. Juli 2000:
Wir sind schon um 5 Uhr aufgebrochen. In der Stadt soll angeblich ein Jeep auf uns warten – wir warten mehr als eine Stunde mit dem Ergebnis, dass kein Jeep auf uns wartet. Wir sind total enttäuscht, aber auch sehr wütend. Jetzt wo wir abreisen, ist es den Gastgebern anscheinend völlig egal, wie wir in den Süden kommen, obwohl sie natürlich dafür Geld verlangt haben. Wir fahren zurück zum Hausboot und haben lange Diskussionen, wie wir nun weiter machen sollen. 6 Inder, die in einem Kleinbus fahren, haben noch Platz für uns und sie sind so freundlich und nehmen uns mit.
Die Fahrt ist ein Wahnsinn, wir fahren schon mehr als 7 Stunden. Es ist ein totaler Stau – anscheinend war gestern die Straße aufgrund der starken Regenfälle überhaupt gesperrt. Wir sehen gigantische Schluchten mit riesigen, reißenden Flüssen. Immer wieder sehen wir Busse und LKW´s, die in die Schluchten gestürzt sind. Wir haben extrem viel Gegenverkehr – alles Militärwagen. Sie fahren allen nach Kaschmir – irgend was stimmt da nicht. Wir sind ziemlich froh, dass wir jetzt in den Süden fahren.
Um 8 Uhr abends ist es endlich so weit. Wir sind in einem Pilgerort namens Karga angekommen, haben Gott sei Dank noch ein (sehr grausliges) Zimmer bekommen, sind dann noch essen gegangen, wo wir wieder die einzigen Weißen waren und natürlich wieder die Attraktion des Abends.


Abschied vom Dal See.


Kilometerlange Staus - die Straße wurde weggespült.


Reisbauern im Tal.

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© Christian Osterrieder
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