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23. Juli 2000:
Geschlafen haben wir total schlecht. Es
hat die ganze Nacht geschüttet, natürlich ist unser Zelt, das
wir von Farak bekommen haben auch nicht dicht! Der Fluß neben uns
ist immer lauter geworden – wir haben schon das Gefühl gehabt,
dass wir vom Fluß bald weggerissen werden. Nach dem Frühstück
brechen wir dann auf. Mit zwei Pferden und dem Mann von gestern brechen
wir dann auf. Wir kommen an Nomadendörfern vorbei. Durch die Regenfälle
sind die Wege sehr matschig, und wir müssen zu Fuß gehen, da
die Pferde ständig ausrutschen. Der Weg wird immer steiler und steiler,
die Landschaft und Aussicht immer faszinierender. Die extrem hohen Bergmassive,
nur mehr einige Menschen und ein paar Kühe und sonst nichts.
Der Aufstieg wird immer beschwerlicher. Wir sind auf beinahe 4000 m und
die Luft wird immer dünner. Bei einem Nomadendorf machen wir Rast.
Diese Leute leben nur im Sommer hier. Die Hütte besteht nur aus einem
Raum mit Feuerplatz. Die Familie lebt zu sechst dort. Wir dürfen
sogar ins Haus und bekommen Brot und gesalzenen Tee angeboten. Wir nehmen
natürlich an, obwohl der Tee so grauslig schmeckt, dass ich ihn kaum
runterschlucken kann. Sie erzählen uns, dass es so kalt ist, dass
die Kinder ständig krank werden und viele sterben.
Wir steigen auf 4300m hinauf. Der Sauerstoffmangel ist nun sehr deutlich
zu spüren. Wir können nur mehr ganz langsam gehen. Man schnauft
ein und hat trotzdem das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Die Umgebung
ist wunderschön. Die angrenzenden 7000ender sind ein Wahnsinn. Die
Temperaturen wechseln zwischen eiskalt und angenehm warm. Der
Abstieg ist doch viel einfacher. Nach ca. 6 Stunden sind wir wieder im
Zelt.
Wir packen noch alles zusammen, denn wir müssen heute noch zurück,
da wir morgen in Richtung Süden fahren. Totmüde kommen wir dann
in der Nacht bei unserem Hausboot an.

Das Wetter wird besser, wir können starten...

Nomaden auf über 4000 m Höhe.

Teepause in einer Nomadenbehausung.

Das Wetter wird wieder schlechter, Nebel zieht vom Tal herauf.

Unser Geländewagen.

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