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18. Juli 2000:
Um ca. 5 Uhr werden wir geweckt. Das Boot
beginnt extrem stark zu schaukeln – ein Erdbeben. Das fängt
alles ja sehr abenteuerlich an. Wir haben heute mit einer Shikara (Boot)
einen Ausflug quer über den Dal See gemacht. Es ist wunderschön
hier, schimmernde Blumengärten, riesige Lotusblüten, Wasserstraßen
quer durch das Blumenmeer. Das ganze Dorf befindet sich auf Booten im
Wasser, der Fleischer, die Apotheke…..
Der Koch bereitete uns ein vorzügliches Essen, direkt am Boot . Kurshid
wollte dann beten und wir mussten 1,5 Stunden in der Shikara auf ihn warten.
Dabei haben wir Kinder beim Steine schleppen beobachtet. Härteste
Kinderarbeit! Der Anblick der arbeitenden, bettelnden Kinder war nicht
angenehm, vor allem aus unserer „Luxusshikara“ heraus.
Die Rückfahrt war nicht weniger faszinierend. Wir sahen noch einige
alte Mongulenhäuser. Viele Häuser sind vom Krieg zerstört,
was eine ganz eigene Atmosphäre vermittelt. Der Fluß ist extrem
verdreckt. Am Flussufer stehen die Menschen, um sich zu waschen. Dies
vermittelt ein eigenartiges Gefühl, so hautnah mit Armut konfrontiert
zu werden. Es ist schwer zu beschreiben. Im ersten Moment ist man wirklich
überfordert mit diesen Gegensätzen und der Armut umzugehen -
es verunsichert und regt sehr zum Nachdenken an.
Ausflug mit der Shikara.

Lotus Blüten am Dal See.

Ein Dorf im See.

Alte Mongulenhäuser.

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