14. August 2000:
Endlich sitzen wir – wie soll es auch anders sein – mit Verzögerung im Flugzeug. Es geht wieder Richtung Heimat. Wir lesen die Zeitung und sind erschüttert zu sehen, dass in Kaschmir wieder Krieg herrscht. Indien hat eine halbe Million Soldaten in Kaschmir stationiert. Das haben wir auch gemerkt.
Am Nachmittag sind wir dann zu Hause angelangt.

Zurückblickend kann ich sagen, dass Indien faszinierend und erschreckend zugleich ist. Noch nie sind wir mit so viel Schönheiten und Scheußlichkeiten zugleich konfrontiert worden. Es ist schwieriger zu reisen, da die Kompliziertheit und die Infrastruktur, die scheinbar nie endenden Busfahrten und Wartezeiten, und die Menschen, die bei so viel Armut nur auf die Geldbörse schauen, teilweise nur schwer auszuhalten sind. Doch gerade dieses Widersprüchliche stellt eine Herausforderung dar, die das Land so faszinierend macht. Entweder man liebt Indien, oder man hasst es – ich glaube, wir haben Indien lieben gelernt, und werden sicherlich ein zweites mal wieder zurückkehren!

 

© Christian Osterrieder
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