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12. August 2000:
Wir haben heute etwas verspätet unser
Bike abholen wollen und haben natürlich keinen Menschen beim Verleih
angetroffen. Wir haben uns total geärgert und wollten uns dann schon
ein andere Bike organisieren. Doch dann haben wir den Besitzer getroffen,
der nur einkaufen war. Er hat auf uns gewartet – pünktlich!
Wir waren völlig überrascht. Ja und als wir nach 10 Minuten
nicht gekommen sind, ist er einkaufen gegangen. Naja, aber jetzt haben
wir das Bike. Christian macht ein kleine Probefahrt und stellt sich eigentlich
ziemlich bald heraus, das das Fahren mit dem Ding nicht möglich ist
– alles ist seitenverkehrt. Die Vorderbremse ist die Kupplung und
die Gangschaltung ist die Bremse. Wir nehmen uns dann ein Mofa, denn das
ist viel zu gefährlich, vor allem fahren die Inder ja wie die Schweine.
Das haben wir schon oft genug miterlebt.
Wir fahren dann zur Krokodilfarm, ca. 15 km entfernt. Eine sehr gepflegte
Anlage mit sehr vielen Tieren, die sich scheinbar wohl fühlen. Wir
sind wirklich überrascht, denn es ist sauber, und sehr „tierfreundlich“
soweit wir das beurteilen können. Sie haben Tiere aus aller Welt
in verschiedenen, sehr geschmackvoll angelegten Becken – sie züchten
diese auch. Nach einem kühlen Drink sind wir dann in ein kleines
Fischerdorf gefahren. Schier endlose, wunderschöne Sandstrände
und keine Menschenseele, nur einige Fischerboote und ein paar Kinder.
Doch als wir es uns am Strand gemütlich machen sind wir plötzlich
von einer Kinderschar umgeben! Nur Buben, wie es halt auch üblich
ist in Indien. Die Buben schauen ja recht fröhlich aus. Die Mädchen
und Frauen, die im Hintergrund schuften aber nicht. Ebenfalls ein typischer
Anblick für Indien. Für mich ist die Frauenproblematik erschreckend,
aber das ist die Realität hier, die ich mittlerweile ganz gut aushalte
und akzeptieren kann oder muß.
Wir fahren noch ein wenig durch die Gegend und genießen die Landschaft
und den Sonnenuntergang.




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