04. August 2000:
Wir schlafen nicht lange, denn als es hell wird machen wir die Augen auf und sehen Hirtenjungen und Schafen und Ziegen direkt ins Gesicht. Keine Ahnung, wie lange die schon da stehen und uns beobachten. Um uns herum scharren sich eine Vielzahl an Ziegen und Hirtenjungen. Das Frühstück ist uns eher unangenehm, da die Nomaden mit ihren Ziegen- und Schafherden um uns herumschwirren und uns beobachten. Kein Wunder, dass alle hierher kommen, es ist auch weit und breit der einzige Wasserplatz.
Wir ziehen dann mit unserer Minikarawane weiter. Quer durch die Wüste – vorbei an Brunnen und Menschen, die Wasser holen. Am Abend sind wir dann wieder in Pushkar. Es war sehr angenehm, nur tut uns das Kreuz und der Hintern so weh, dass wir uns kaum bewegen und sitzen können. Am Abend essen wir noch vorzüglich. Im Ort sind überall Restaurants, die Buffetts anbieten und man kann so viel essen wie man will. Wir speisen vorzüglich. Lesen dann wieder die Zeitung uns sind ziemlich erschüttert – in Kaschmir ist wieder extrem viel Militär stationiert worden – pakistanische Kämpfer haben ganz in der Nähe wo wir waren 150 hinduistische Pilger umgebracht. Wir sind erschüttert. Auf der einen Seite sind wir froh, dass uns nichts passiert ist, auf der anderen Seite sind wir echt wütend, weil uns die Leute in Delhi wieder angelogen haben und uns scheinbar gefälschte Bericht aus der Zeitung und von Touristen über die Sicherheit von Kaschmir gezeigt haben. Und wir ärgern uns auch über uns selbst, denn scheinbar fallen wir in Indien auf jeden Gauner, und hier gibt es sehr viele, rein.


Die Nacht in der Wüste.


Wasserschöpfen für die Morgenwäsche...


In der Oase tauchen plötzlich Schafhirten mit ihren Herden auf.


Die Wüstenbewohner beobachten uns.

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© Christian Osterrieder
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