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16. September 1998: Tikal war faszinierend. Es ist einzigartig. Himmelstürmende Pyramiden, die sich durch das grüne urwalddickicht der Sonne entgegen recken. Überall hört man Brüllaffen brüllen und sieht sie entlang alter Urwaldriesen kreischend von Ast zu Ast springen, Nasenbären begrüssen dich gleich auf den Steinriesen und wollen dir die Jause wegschnappen, Papageien und wunderschöne Vögel hört man singen. Tempel IV ist der größte (ca. 70m hoch, und 130 Stufen) von dem aus wir den Sonnenaufgang beobachteten - ist sehr anstrengend zu besteigen. Den Sonnenaufgang haben wir aufgrund des schlechten Wetters, das sich Gott sei Dank im Laufe des Vormittags gebessert hat, nicht gesehen.
Der Ausblick war beeindruckend. Der Regenwald mit den Nebelschwaden, die einzelnen Türme der anderen Tempel, die aus dem Wald hervorragten und schön langsam wieder im Nebel versanken - einfach faszinierend.
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Pyramide sind wir zum großen Plaza gegangen. Es ist ein riesiger Komplex - ca. 3000 Gebäude soll es geben. Die Leute sind auch fleißig dabei, die restlichen Tempel auszugraben und so gut als möglich zu restaurieren.
Wir sind natürlich auf jede Pyramide, sofern es möglich war, hinaufgestiegen, obwohl der Auf- und Abstieg nicht ohne war. Sehr hohe und steile Stiegen. Aber es hat sich jede Anstrengung gelohnt. Die Aussicht auf die Ruinen mitten im Dschungel war einfach toll.
Wir sind dann nocheinmal auf den Tempel IV gestiegen um den ganzen Komplex nocheinmal bei Sonnenschein zu sehen. Und es hat sich ausgezahlt.
Den Abschluß machte der Besuch im Museum, wo alte Bilder von den ersten Ausgrabungen ausgestllt sind. die Bilder sind bemerkenswert. Teilweise gibt es noch Aufzeichnungen und Bilder, von 1880, wo man Tikal gefunden hat - völlig bewachsen vom Regenwald. |
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| © Christian Osterrieder | |